S u c h e n
Dermatologie

Die Dermatologie bietet ein umfangreiches Spektrum konventioneller und moderner diagnostischer und therapeutischer Verfahren an, die wir Ihnen unter dieser Rubrik kurz vorstellen möchten. Der Schwerpunkt unseres Angebots liegt auf der Versorgung aller dermatologischen Erkrankungen inklusive der verschiedenen Teilgebiete.

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Weitere Schwerpunkte in unserer Praxis sind die Durchführung klinischer Studien zur Testung neuer medikamentöser Therapien bei verschiedensten Hauterkrankungen und die Diagnostik von dermatologischen Gewebeproben in unserem Histologie-Labor. 

Prof. Hengge

Prof. Dr.med. Ulrich R. Hengge

Facharzt für Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Dermatohistologie

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prof-hengge@medicalcenter-leflair.de

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Tel.: +49(0)211 51508484

Leistungen:

Ästhetische Dermatologie

Allergologie    

Ambulante Operationen    

Haarausfall

Hautfunktionsanalyse    

Hautkrebsvorsorge    

Lasermedizin    

Lichttherapie

Medikamentöse Tumortherapie    

Mesotherapie    

Neurodermitis    

Photodynamische Therapie

Proktologie    

Psoriasis    

Warzen

Ästhetische Dermatologie

Hautalterung

Frisches und jugendliches Aussehen dient als Ausdruck von Gesundheit, Attraktivität und Leistungsfähigkeit. Alterungsprozesse der Haut werden u.a. vom UV-Licht verursacht und gehen mit einer Erschlaffung des kollagenen Bindegewebes und Verminderung des Unterhautfettgewebes einher. Neben dem UV-Licht beeinflussen die Lebensweise und der Hauttyp den Hautalterungsprozeß. Die Behandlung von Falten, Narben und Pigmentflecken sowie die Hautglättung beinhalten verschiedene Behandlungskonzepte, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Patienten orientieren.

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Um die trotz Sport und geeigneter Ernährung bestehenden lokalisierten Fettpolster zu behandeln, wurde eine neue, unblutige Methode anstelle der Fettabsaugung entwickelt. Diese sogenannte Injektionslipolyse oder „Fett-weg-Spritze“ wurde weltweit an mehreren Hunderttausend Patienten angewandt. Mit dieser Methode ist neben der Fettentfernung eine günstige Beeinflussung der Zellulite möglich. Der Verlust des Kollagenbindegewebes mit der damit einhergehenden Erschlaffung der Haut und verstärkter Faltenbildung kann mittels geeignetem Verfahren (z.B. operative Hautstraffung oder Abschleifung) sowie mit der Injektion von Füllermaterialien (z.B. Hyaluronsäure und Polymilchsäure) und durch verjüngende Laserbehandlungenund Peelingverfahren meist in Kombination mit Botulinumtoxin-A (Dysport® und Botox®) ausgeglichen werden.

Ästhetische Dermatologie

Allergologie

Als Allergie bezeichnet man die Überempfindlichkeit des eigenen Immunsystems mit der Folge einer verstärkten Reaktion auf bestimmte Allergene der Umwelt. Das patienteneigene Immunsystem kann hierbei nicht mehr zwischen schädlichen und unschädlichen Substanzen aus der Umwelt differenzieren, so daß auch Immunreaktionen gegen z.B. Nahrungsmittel, Pollen, Pflanzen etc. zu einer überschießenden Abwehrreaktion führen können.

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In Deutschland leiden über 10 Millionen Menschen an einer Allergie, wobei eine steigende Tendenz besteht. Gerade Patienten mit Neurodermitis (atopischem Ekzem) besitzen eine genetische Disposition zur Ausbildung von Allergien wie z.B. Kontaktallergien oder Rhinitis allergica (Heuschnupfen). Zu den Allergien zählen das allergische Asthma, Nahrungsmittel- bzw. Medikamentenallergien, Nesselsucht oder Insektengiftallergien.

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Allergiediagnostik

Nach einer ausführlichen Anamnese können zielgerecht verschiedene etablierte Testmethoden eingesetzt werden. Alle wichtigen Allergietests bieten wir Ihnen an bzw. werden in unserem Labor ausgewertet:

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  • Epikutantest
  • Pricktest
  • Scratch-Test
  • Intrakutantest
  • RAST-Test (Radio-Allergo-Sorbent-Test)
  • CAST-Test (Cellular-Allergen-Sorben-Test)
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Alle diese Testverfahren werden im Hautzentrum Prof. Hengge durchgeführt.

Diese Tests dienen dazu, Überempfindlichkeitsreaktionen unter Anwesenheit von allergiespezifischen Antikörpern oder spezifisch sensibilisierten T-Lymphzellen sicher zu diagnostizieren.

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Allergietherapie

Zu den wirksamsten Therapien in der Vermeidung allergischer Reaktionen dient die Allergenkarenz, d.h. das Meiden des identifizierten, auslösenden Allergens. Häufig ist die Meidung (sogenannte Karenz) jedoch z.B. bei Pollen- oder Schimmelpilzallergien nicht möglich. Gerade wenn die Allergene nicht zu vermeiden sind, bietet sich die spezifische Hyposensibilisierung an. Die Hyposensibilisierungsbehandlung ist die einzige ursächliche Therapie in der Behandlung von Allergien. Sie dient als sehr effiziente Methode, eine Unempfindlichkeit gegenüber dem auslösenden Allergen zu induzieren. Hierbei werden dem Patienten in regelmäßigen Abständen kleine Allergendosen in steigender Konzentration entweder unter die Haut gespritzt oder als Tropfen zugeführt. Die Hyposensibilisierungsbehandlung wird in absteigender Frequenz bis zu 3 Jahre durchgeführt.

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Verhaltensempfehlungen

Um verschiedene Allergene zu vermeiden, lassen sich einige Ratschläge geben:

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Patienten mit Pollenallergie sollten:
  • Fenster morgens geschlossen halten und nur abends lüften
  • Keine Gartenarbeiten durchführen
  • Keine Kräuter-/Honigprodukte essen
  • Den Urlaub entsprechend der Pollenflugsaison genau planen

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Patienten mit Hausstaubmilbenallergie sollten:
  • immer für ausreichende Frischluftzufuhr sorgen
  • Die Luftfeuchtigkeit unter 50% halten
  • Für abwischbare Fußböden sorgen
  • Schaumstoffmatratzen mit mildendichten Bettbezügen benutzen
  • Klimaanlagen meiden

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Patienten mit Schimmelpilzallergie sollten:
  •  Feuchte Wände und Mauern sanieren
  • Keine Topfpflanzen aufstellen
  • Für eine geringe Luftfeuchtigkeit in den Räumen sorgen
Ambulante Operationen

Nahezu alle dermatologisch operativen Eingriffe können ambulant durchgeführt werden. Dies wird durch eine Überwachung der Vitalfunktionen und ggf. der Anwesenheit eines Anästhesisten sichergestellt.

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Lokale Operationsverfahren sind die Entnahme von Hautproben (Biopsien), die Exzision mit dem Skalpell bei größeren Tumoren sowie die Entfernung von Venen (Venenstripping) und proktologischen Operationen (z.B. Entfernung von Feigwarzen oder Hautfalten (Marisken)).

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Durch entsprechende Desinfektionsverfahren sowie eine sachgemäße Wundtherapie (inklusive steriler Tesapflaster) lassen sich die Nähte ambulant kontrollieren, um ein ästhetisch hochwertiges Ergebnis zu erzielen.

Haarausfall

Haarausfall Die Ursachen von Haarausfall sind vielfältig und können oft nur schwer differenziert werden. Oft liegen Ernährungsstörungen, Krankheiten, übertriebene Diäten oder spezifische Umwelteinflüsse den Haarerkrankungen zugrunde. Auch die erbliche Veranlagung kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen zu vermehrtem Haarausfall führen. 

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Verschiedene Ursachen des Haarausfalls: – Hormonell bedingter Haarausfall (z.B. androgenetische Alopezie). Tritt bei Männern und Frauen auf. Typisches Verlaufsmuster mit vornehmlichen Stellen im Bereich der Kopfmitte bei Frauen sowie Geheimratsecken beim Mann. – Diffuser Haarausfall. Gleichmäßige Ausdünnung des Haares meist über den ganzen Kopf verteilt.  – Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata). Der Haarverlust tritt hier meist örtlich kreisrund im Bereich des Kopfes oder aber auch im Bereich des Bartes oder der Körperbehaarung auf. Hierbei handelt es sich um einen entzündlichen, meist reversiblen (also wieder rückgängig zu machenden) Haarausfall. Die Ursache dieser Erkrankung ist ungekannt. Es werden immunologische, lymphoztär-vermittelte Vorgänge angenommen. Eine erbliche Belastung ist auch beim kreisrunden Haarausfall vorhanden. 

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Die Diagnostik des Haarausfalls schließt viele Methoden ein: – Inspektion der Haut- Zupf- oder Epilationstest- Blutuntersuchungen- Trichogramm (Haarwurzeluntersuchung)- Trichoscan (computergestützte Analyse der Haarfollikel) sowie in einigen Fällen eine Kopfhautbiopsie. Diese Verfahren werden in einem Stufenschema im Hautzentrum Prof. Hengge diagnostisch angewandt. Eine Ursachen-orientierte Therapie wird auf verschiedenen Stufen (inkl. Vitamin- und Nährstoffsupplementierung (z.B. auch Mesotherapie und Lichttherapie) durchgeführt).

Hautfunktionsanalyse

Funktionsmessungen der Haut sind eine wichtige Voraussetzung für die individuelle, typengerechte Beratung zu kosmetischen und ästhetischen Hautproblemen. Auch bei der Therapie von Akne und Ekzemen ist eine individuelle Hautanalyse folgender Parameter empfehlenswert:

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  • Hautfeuchtigkeitsmessung (Corneometrie)
  • Fettgehaltsmessung (Sebumetrie)
  • Haut pH-Messung (pH-Metrie)

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Mittels dieser Messungen können wichtige Daten zum Fett- und Feuchtigkeitsgehalt sowie zum pH-Wert der Haut gewonnen werden. Aufgrund dieser Messungen lassen sich individuelle therapeutische Rezepturen zur Verbesserung der epidermalen Hautbarriere sowie des physiologischen Hautzustandes herstellen.

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Darüber hinaus ist die Bestimmung des jeweiligen Hauttypus notwendig, um eine individuell abgestimmte Hautpflege und Sonnenschutzmaßnahmen zu empfehlen.

Hautkrebs

Unsere Publikationen zum Thema Hautkrebs:

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ak_buchActinic Keratosis under Scrutiny- 20 Questions & Answers

Gerald Pierars, Nicole Basset-Seguin, UR Hengge, Julien Lambert (2009)

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buch_mmDiagnostik und Therapie des malignen Melanoms

UR Hengge, R Dummer (2006)

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Man unterscheidet drei häufige Formen Hautkrebses:

  • Basalzellkarzinom, der häufigste Tumor des Menschen

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  • Plattenepithelkarzinom inkl. aktinische Präkanzerose als Vorstufen
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Aktinische Keratose

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Plattenepithel-Karzinom

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  • Malignes Melanom

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Hautkrebsanalyse

Zur Hautkrebsvorsorge setzen wir ein Computer-gestütztes Hautkrebserkennungssystem ein, das mittels digitaler Epilumineszenz und modernster Bildanalyse eine Früherkennung erlaubt. Durch Speicherung Ihres individuellen Muttermalatlasses/-profils können Veränderungen der Pigmentstruktur analysiert werden und Vorstufen des Hautkrebses frühzeitig erkannt werden. Durch die Speicherung Ihrer Muttermale lassen diese sich in jährlichen Abständen auf etwaige Veränderungen hin untersuchen. Wegen der hohen Sensitivität und Spezifität dieses sogenannten „Fotofinder Dermatoscope II“-Systems lassen sich durch dessen Anwendung unnötige Operationen vermeiden.

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Selbstkontrolle

Um verdächtige Pigmentmale selbst festzustellen, empfehlen wir die Beachtung der sogenannten ABCD-Regel. Zur Früherkennung des malignen Melanoms sollten Pigmentmale nach folgenden Kriterien regelmäßig vor dem Spiegel untersucht werden.

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A = Asymmetrie    Das Muttermal zeigt eine unregelmäßige Form
B = Begrenzung   Die Ränder des Muttermals sind unscharf, erscheinen ausgelaufen
C = Color    Das Muttermal zeigt unregelmäßige Farbe, d.h. helle und dunkle oder rote Farbtöne
D = Durchmesser   Das Muttermal ist größer als 5 mm

Außerdem sollten Sie auf Zeichen wie Blutung, Juckreiz, blumenkohlartige Oberfläche oder örtliche Verfärbungen achten. Bei Auftreten dieser Zeichen sollten Sie sofort Ihren Hautarzt aufsuchen!

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Je früher  erkannt, desto begrenzter der Eingriff und desto größer die Heilungschancen!

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Ultraschalldiagnostik

Der 20 MHz Ultraschall ist ein bildgebendes, nicht invasives und schmerzloses Diagnoseverfahren, das eine exakte Darstellung der Haut und der Hautanhangsgebilde ermöglicht. Durch die sehr hohe Auflösung können auch feinste Strukturen in und unter der Haut (z.B. Eindringtiefe von Muttermalen oder Hautkrebs) beurteilt werden. Durch die charakteristischen Veränderungen im hochauflösenden Ultraschall liefert dieses System wertvolle Informationen zur Differentialdiagnostik verschiedenster Hauterkrankungen. Vor allem bei der präoperativen Tumordickenmessung und der weiteren Operations- bzw. Therapieplanung ist dieses neue Verfahren sehr hilfreich.

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Umgang mit der Sonne

Für den vernünftigen Umgang mit der Sonne sollte folgende Regeln beachtet werden:

  1. Vermeiden Sie jegliche Rötung der Haut
  2. Vermeiden Sie die Mittagssonne
  3. Tragen Sie sonnendichte Kleidung (textiler Lichtschutz)
  4. Schützen Sie unbedeckte Körperstellen mit einem ausreichenden Lichtschutzmittel (Lichtschutzfaktor 30 oder höher)
  5. Tragen Sie Sonnenschutzmittel mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad auf
  6. Verwenden Sie beim Baden wasserfeste Sonnenschutzmittel
  7. Verbringen Sie viel Zeit (vor allem zu Beginn des Urlaubs) im Schatten
  8. Achten Sie auf lichtsensibilisierende Medikamente unter ihren Medikamenten
  9. Vermeiden Sie Parfüms und Deodorants wenn Sie in die Sonne gehen, damit es nicht zum Auftreten von Pigmentflecken kommen kann
  10. Tragen Sie konsequent eine Sonnenbrille, um Ihre Augen vor UV-Licht zu schützen
Kinderdermatologie

Die speziell auf Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern zugeschnittene Sprechstunde befaßt sich mit den bei Heranwachsenden häufigen Hautproblemen.

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Neben den sogenannten „Kinderkrankheiten“ werden häufige Virusinfektionen (Warzen und Dellwarzen sowie Herpes) speziell behandelt. Auch häufige entzündliche Erkrankungen wie Ekzeme (Neurodermitis), Akne und Pilzinfektionen gehören zum Spektrum häufiger Kinderdermatosen.

Lasermedizin

Der Begriff Laser ist ein Akronym aus dem Englischen. Er wurde durch Light Amplification by StimulatedEmission of Radiation (Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlen) geprägt. Das von Lasern produzierte Licht ist definiert durch die Wellenlänge und die Energiedichte. Trifft Laserlicht auf die menschliche Haut, so wird die Energieabgabe vom Laser auf die Haut durch Farbe und Wassergehalt der Haut bestimmt. Das entsprechende Licht wird im Gewebe aufgenommen und die entsprechenden Zielstrukturen werden zerstört bzw. verdampft. Alle Laserbehandlungen werden im Hautzentrum ambulant durchgeführt.

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Erbium-YAG-Laser:      Falten, Alterswarzen, Muttermale
KTP-Laser:      Blutgefäßverengungen
Rubin-Laser:      Pigmentierungen, Tätowierungen
Lichttherapie

Verschiedene Hautkrankheiten lassen sich durch Lichttherapie behandeln. Hierzu zählen u.a. die Schuppenflechte (Psoriasis), das atopische Ekzem (Neurodermitis) sowie Hand- und Fußekzeme bzw. die Sonnenallergie. Hierbei werden – je nach Lokalisation – flächenhafte oder Ganzkörperbehandlungen durchgeführt, bei denen UVA- bzw. UVB-Lichtquellen eingesetzt werden. Die Lichtbehandlungen sind über mehrere Wochen anzuwenden, wobei die Dosis je nach Hauttypus und Lichtempfindlichkeit langsam gesteigert wird. Je nach Erkrankung wird das weniger energiereiche UVA-Spektrum oder das energiereichere UVB-Spektrum (z.B. UVB-311nm) effektiv eingesetzt.

Medikamentöse Tumortherapie

Die medikamentöse Tumortherapie umfasst die Durchführung und Überwachung der medikamentösen Behandlung von Tumorerkrankungen der Haut mittels Zytostatika, Immunmodulatoren und Hormonen. Zur medikamentösen Tumortherapie gehören auch unterstützende Maßnahmen und das Management auftretender Komplikationen, insbesondere auch innovative Substanzen, die in klinischen Studien gegen bösartige Zellen Wirkung gezeigt haben und die Tumorzellabwehr verbessern.

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Die medikamentöse Tumortherapie in der Dermatoonkologie (Lehre der Hauttumoren) umfasst in Ergänzung zur chirurgischen Therapie die konservative medikamentöse Behandlung des Hautkrebsleidens. Hierbei geht es mit zugelassenen und experimentellen Medikamenten darum, sowohl von außen (topisch) als auch von innen (systemisch) antitumoröse Wirkstoffe einzusetzen.

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In diesen Bereich fallen die topischen Immunstimulatoren wie Imiquimod (Aldara®), die zur Behandlung des Oberflächenbasalzellkarzinoms und der aktinischen Keratosen (Sonnen- oder Lichtschwiele) zugelassen sind. Eine solche Therapie kann in geeigneten Fällen die chirurgische Behandlung ersetzen. Prof. Hengge ist ein anerkannter Experte der konservativen Tumortherapie.

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Auch in der Therapie des malignen Melanoms lassen sich nach der Entfernung immunologische Therapien einsetzen (hierbei handelt es sich um sogenannte adjuvante Therapien), um die Melanomabwehr zu stärken. Hierbei werden sowohl Interferone als auch immunologisch aktive monoklonale Antikörper oder sogenannte „small molecules“ eingesetzt. Diese Therapien sind ebenfalls erfolgreich bei der Behandlung von kutanen Lymphomen (z.B. Mycosis fungoides oder kutanes B-Zell-Lymphom).

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Eine medikamentöse Tumortherapie kann auch bei Patienten mit Hauttumoren in Frage kommen, bei denen ein hohes Risiko der Metastasierung besteht oder der Tumor bereits gestreut hat (z.B. beim malignen Melanom. Auch bei sehr großflächig ausgebreiteten Tumoren (z.B. beim kutanen Lymphom) läßt sich die medikamentöse Tumortherapie erfolgreich einsetzen

Mesotherapie

Bei der Mesotherapie wird ein Wirkstoff-Cocktail, der auf das vorhandene Hautproblem (z.B. Haarausfall oder Hautstraffung) abgestimmt ist, mit kaum spürbaren Einstichen durch einen automatischen Applikator in das zu behandelnde Hautgebiet injiziert.

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Die Mesotherapie hat eine wesentliche Wirkung in der Verjüngung des Hautbildes (z.B. im Gesicht, am Hals, am Dekolleté und an den Händen). Hierbei werden spezielle Wirkstoffe gemischt, die aus Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren, Spurenelementen, Antioxidantien und Wachstumsfaktoren bestehen. Gegebenenfalls ist auch Hyaluronsäure zur Steigerung des Volumens enthalten. Durch die Injektion kommt es zur Steigerung der Durchblutung und zu einem verbesserten Stoffwechsel der Zellen (z.B. Bindegewebszellen, sogenannte Fibroblasten oder Oberhautzellen, sogenannte Keratinozyten).

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Die Wirkung zeigt eine unterschiedliche Dauer und sollte in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Diese Methode ist jedoch nur zur Behandlung oberflächlicher, feinerer Fältchen oder zur Behandlung der Zellulitis bzw. bei verschiedenen Formen des Haarausfalls geeignet.

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Zubereitungen wie z.B. Mesoline-Refresh (zur Revitalisierung und Faltenreduktion) oder Mesoline-Tight (zur Gewebsfestigung und Reduktion von Bindegewebsstreifen z.B. nach Schwangerschaft) werden hierzu verwandt. Mesoline-Slim dient zur zur Reduktion störender Fettpolster und Mesoline-Hair® enthält Wachstumsfaktoren, Kupferpeptide, Hyaluronsäure und das Koenzym Q10 und wirkt gegen Haarausfall und zur Stimulation des Haarwachstums.

Neurodermitis

Die Neurodermitis (oder atopisches Ekzem) ist eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen mit einer Auftrittswahrscheinlichkeit von mindestens 10% aller Kinder im Alter von 1-3 Jahren und etwa 2% aller Erwachsenen. Die Erkrankung nimmt deutlich zu. Patienten mit Neurodermitis neigen häufig auch zu Heuschnupfen (Pollinose) oder allergischem Asthma. Bei Patienten mit Neurodermitis ist die Haut trocken und leicht reizbar. Das Immunsystem zeigt gewisse Veränderungen (z.B. stark erhöhte IgE-Antikörperproduktion und Verminderung der T-Lymphozyten). Durch den chronischen Juckreiz entsteht bei betroffenen Säuglingen, Kindern und Erwachsenen häufig eine Leidensspirale, die mit verminderter Leistungsfähigkeit und reduzierter Lebensqualität einhergeht.

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Therapeutisch kommen verschiedene Aspekte inklusive Kortisonzubereitungen, aber auch kortisonfreie Alternativen (z.B. topisches Tacrolimus; Protopic® oder Pimecrolimus; Elidel®) in Frage. Basierend auf der häufig großen Ausdehnung sind auch Lichttherapien mit UVA1 und UVB-311 nm erfolgreich. Schwerste Fälle müssen systemisch immunsuppressiv (z.B. mit Ciclosporin A) behandelt werden. Eine begleitende Therapie des Juckreizes und der trockenen Haut ist ebenfalls ein wesentlicher Schritt zur Minderung des Leidens.

Photodynamische Therapie

Mit photodynamischer Therapie (PDT) lassen sich flächenhaft Anzeichen des weißen Hautkrebses bzw. von dessen Vorstufen entfernen. Hierzu zählen aktinische Keratosen, in situ-Karzinome und oberflächliche Basalzellkarzinome. Zur Behandlung werden die Hautkrebsareale flächenhaft mit einer speziellen Creme (Metvix®), die den Wirkstoff MAOP enthält, vom Praxispersonal eingecremt und anschließend mit einem lichtundurchlässigen Spezialverband für 3-4 Stunden abgedeckt. Hierbei wird MAOP selektiv von den krankhaft veränderten Hautzellen aufgenommen und in Protoporphyrin IX umgewandelt. Diese Substanz macht die Zellen extrem empfindlich für rotes Licht.

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Nach 3-4 Stunden werden die erkrankten Hautareale mit einem speziellen kalten Rotlicht (Aktilite®) für etwa 10 Minuten beleuchtet. Hierdurch werden die geschädigten Hautzellen durch aktive Sauerstoffradikale selektiv zerstört. Gesunde Zellen werden nicht betroffen. Die Haut erinnert für die nächsten 1-2 Tage an einen Sonnenbrand. Die Behandlung wird nach 2-3 Wochen noch einmal wiederholt.

Proktologie

Die Proktologie befaßt sich mit Beschwerden im Bereich des Afters und des Enddarms. Erkrankungen in diesem Bereich sind wesentlich häufiger als allgemein bekannt und verursachen einen starken Leidensdruck. Bis zur Hälfte der Westeuropäischen Bevölkerung bekommt im Laufe des Lebens Beschwerden in dieser Körperregion. Eine große Zahl unterschiedlicher Erkrankungen werden im Volksmund unter dem Oberbegriff „Hämorrhoiden“ zusammengefaßt.

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Folgende proktologische Krankheitsbilder werden  diagnostiziert und behandelt:

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  • Analabzeß/ -fistel
  • Analekzem
  • Analfissuren
  • Analvenenthrombosen
  • Feigwarzen
  • Hämorrhoiden
  • Inkontinenz
  • Steißbeinzysten
Psoriasis

Die Psoriasis ist eine familiär gehäuft auftretende, nach ihrem Ausbruch meist lebenslang rezidivierende oder dauerhaft fortbestehende Entzündung der Haut und, in einem Teil der Patienten, auch der Gelenke.

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Verlauf:  akut oder chronisch stationär

Klinik:  Rötlich-schuppende Plaques, Nagelbeteiligung, Arthritis

Prävalenz:  2% der Bevölkerung d.h. etwa 1.5 Mio.davon 400.000 mittelschwer-schwer

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 Prof. Dr. Hengge hat im 2006 das Psoriasis-Netzwer Rhein-Ruhr gegründet.

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Das Netzwerk geht auf eine Initiative der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) sowie des Berufsverbands Niedergelassener Dermatologen (BVDD) zurück, deren gemeinsames Ziel es ist, die Versorgungsqualität von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis deutschlandweit zu verbessern.

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Ziele des Netzwerkes sind:

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  • Verbesserung der Versorgungsstruktur
  • Management und Wissenstransfer
  • Gemeinsame, ggf. interdisziplinäre Therapieplanung
  • Wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation
  • Hotline für Ärzte und Patienten
  • Produktneutralität
  • Zugang zu klinischen Studien

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Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten des Netzwerkes hier.

Warzen

Warzen entstehen nach Infektion mit humanen Papillomviren (HPV). Sie entstehen gehäuft im Kindes- und Erwachsenenalter, vor allem durch Übertragung in Feuchtbereichen (Dusche, Schwimmbad, Sauna) und bei Personen mit Neigung zu Ekzemen. Die Manifestation von Warzen ist vielgestaltig: Sie treten oft an Händen und Füßen sowie im Gesicht und im Geschlechtsbereich („Feigwarzen“) auf.

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Die Therapie setzt eine gute und dauerhafte Mitarbeit des Patienten voraus. Es kann mittels Kältespray, elektrischer Schlinge oder dem Laser eine Entfernung durchgeführt werden. An lokalen, schmerzarmen Verfahren ist die Anwendung von zellteilungshemmenden Medikamenten oder die immunmodulatorische Therapie (z.B. mit Imiquimod, Aldara®) anwendbar. Die Erfolgsraten sind hoch, jedoch müssen Rezidive (Rückfälle) in Betracht gezogen werden.